Ein unerhörter Sog
Münchner Merkur über Thomas Neumann – „Ein unerhörter Sog“
Münchner Merkur | Ausgabe Landkreis Süd | 25. Juli 2012
Am 25. Juli 2012 widmete der Münchner Merkur (Nr. 170, Seite 33) der Ausstellung „Kunst in den Hundstagen“ eine ausführliche Rezension. Unter dem Titel „Ein unerhörter Sog“, verfasst von Manfred Stanka, wird eine Bilderschau beschrieben, die Besucher selbst in flüchtiger Betrachtung zum Innehalten zwingt – eine Ausstellung von außergewöhnlicher Dichte, Perspektive und emotionaler Wirkung.
Kunst, die den Blick festhält
In der Galerie Aurum Magnum präsentieren Stephan Huslik und Franziskus Schmid eine Kollektivausstellung, deren Qualität laut Merkur „seit langer Zeit nicht zu bestaunen“ war. Die Werke entfalten einen starken Sog aus Assoziation, Fantasie und emotionaler Tiefe – unabhängig von Jahreszeit oder Genre.
Zwischen Traum, Erinnerung und Verwandlung
Der Artikel beschreibt eindrucksvoll, wie sich in den gezeigten Arbeiten Traum, Verborgenes und beunruhigende Verformungen zu magischen Visionen verbinden. Natur erscheint nicht als Abbild, sondern als innerer Erinnerungsraum – schwebend zwischen Nacht und Tag, Realität und Vorstellung.
Thomas Neumann – Frauenporträts voller Geheimnis
Besondere Aufmerksamkeit erhält der in München geborene Thomas Neumann. Seine Frauenporträts werden im Münchner Merkur als schattenhaft, träumerisch und introvertiert beschrieben.
Ein Kokon aus schwarz-grauen Schattierungen umhüllt die Figuren, schützt ihr Inneres und belässt sie ganz bei sich selbst. Neumanns Arbeiten öffnen keinen direkten Blick, sondern laden zur stillen Annäherung ein – ein Spiel aus Verhüllung, Emotion und innerer Präsenz.
Zeitgenössische Porträtkunst mit Tiefe
Im Kontext der Ausstellung stehen Neumanns Werke für eine moderne, psychologisch aufgeladene Porträtmalerei, die weniger auf Äußerlichkeit als auf innere Zustände zielt. Seine Bildsprache wirkt leise, aber eindringlich – und entfaltet genau dadurch jene Kraft, die der Merkur als „unerhörten Sog“ beschreibt.
Kritische Würdigung
Die Rezension macht deutlich, dass „Kunst in den Hundstagen“ mehr ist als eine sommerliche Gruppenausstellung. Sie ist eine intensive Kunsterfahrung, in der unterschiedliche Handschriften zu einem gemeinsamen Spannungsfeld verschmelzen – mit den Arbeiten von Thomas Neumann als stiller, atmosphärischer Fixpunkt.
Thomas Neumann – Porträts zwischen Schatten, Schutz und Seele.
Kunst, die nicht laut ist, aber lange nachwirkt.





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