Aufwändiges Bühnenbild für Vampire
Aufwändiges Bühnenbild für den „Haimhauser Ball der Vampire“ – Kunst, Handwerk und Präzision
Im Juni und Juli 2019 wurde Haimhausen zur Bühne für ein außergewöhnliches Theaterspektakel: den Haimhauser Ball der Vampire. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Haimhauser Kulturkreis entstand im Hanielschen Theaterstadl eine aufwendig inszenierte Produktion – mit einem handgemalten Bühnenbild, das maßgeblich zur besonderen Atmosphäre beitrug.
Das Bühnenbild als zentrales Element der Inszenierung
Das Bühnenbild, entworfen und umgesetzt von Andreas Schiebel und Thomas Neumann, war weit mehr als eine Kulisse. Es bildete die visuelle Grundlage für die Geschichte rund um Vampire, Schlossintrigen und den Konflikt zwischen Tradition und touristischer Vermarktung.
Besonders herausfordernd war die manuelle Umsetzung mit Pinsel:
Großformatige Flächen mussten freihändig gestaltet, Größenverhältnisse, Tiefenwirkung und Abstände exakt eingeschätzt werden – ohne digitale Hilfsmittel. Perspektiven, Lichtstimmungen und architektonische Elemente mussten aus jeder Zuschauerposition stimmig wirken. Ein Bühnenbild dieser Art verlangt nicht nur künstlerisches Können, sondern auch räumliches Denken, Erfahrung und Präzision.
Handgemalte Kulisse statt digitaler Projektion
In Zeiten digitaler Bühnenprojektionen setzte die Produktion bewusst auf klassisches Bühnenmaler-Handwerk. Jede Fläche wurde von Hand gemalt, jede Struktur bewusst gesetzt. Gerade bei wechselnden Spielszenen, Lichtwechseln und Bewegung auf der Bühne zeigt sich, wie anspruchsvoll es ist, ein Bühnenbild zu schaffen, das sowohl funktional als auch atmosphärisch überzeugt.
Theater, Musik und Gemeinschaft
Die neugeschriebene Produktion – angelehnt an einen bekannten Film und ein Musical ähnlichen Titels – wurde speziell für Haimhausen entwickelt. Regie führte Philipp Jescheck, Buch und Dramaturgie lagen bei Carsten Golbeck.
Mitwirkende waren:
- 20 Laiendarsteller
- der Chor Stimmbruch
- die Münchner Kultband Dr. Will & The Wizards
- Mitglieder der Haimhauser Dorfmusik
Rock- und Popmusik der 70er- und 80er-Jahre sorgte für zusätzliche Dynamik und verband Theater, Konzert und Spektakel zu einem Gesamterlebnis.
Sechs ausverkaufte Vorstellungen
Alle sechs Aufführungen waren restlos ausverkauft:
- Freitag, 28. Juni (Premiere)
- Samstag, 29. Juni
- Mittwoch, 3. Juli
- Donnerstag, 4. Juli
- Freitag, 5. Juli
- Samstag, 6. Juli
Der große Zuspruch zeigte eindrucksvoll, wie sehr Theater, Bühnenbild und lokale Kulturarbeit das Publikum begeistern können.
Fazit: Bühnenbild als Kunstform
Der Haimhauser Ball der Vampire machte deutlich, welch zentrale Rolle ein aufwendig gestaltetes Bühnenbild für die Wirkung einer Inszenierung spielt. Die handgemalte Kulisse von Andreas Schiebel und Thomas Neumann verband Kunst, Handwerk und Theater zu einem stimmigen Gesamtbild – präzise geplant, mutig umgesetzt und nachhaltig im Gedächtnis geblieben.
Ein Beispiel dafür, wie klassische Bühnenmalerei auch heute noch große Wirkung entfalten kann.
Haimhauser Ball der Vampire Juni/Juli 2019
Es darf wieder gebissen werden! Ein hundertjähriger Pakt geht zu Ende. Immer schon gab es Gerüchte, dass es im Untergrund des Haimhauser „Küveljeh“ Schlosses noch Vampire gibt. Nun tauchen sie wieder auf… Zudem geraten Bevölkerung und Schlossbewohner wegen eines geplanten Schlossumbaus zu einer Touristenat-traktion im Stil der Ludwig-Schlösser aneinander. Die Vampir-Gräfin möchte ihrem Sohn zwar das Erbe übertragen, doch seine Interessen sind andere …. Verwicklungen über Verwicklungen sind zu lösen ….Im Hanielschen „Theaterstadl“ findet wieder das neue Spektakel der Theatergruppe des Haimhauser KulturKreises zum 35jährigen Jubiläum statt, mit Rock-/Pop-Musik der 70er/80er Jahre. 20 Laiendarsteller, der Chor „Stimmbruch“, die Münchner Kult-Band „Dr. Will & The Wizards“ und Mitglieder der örtlichen Blaskapelle „Haimhauser Dorfmusik“ wirken mit. Bei diesem Stück handelt es sich um eine neugeschriebene Version in Anlehnung an einen berühmten Film und ein Musical mit ähnlichem Titel; die Charaktere sind neu erfunden, Geschichte und Handlung sind speziell auf den Ort Haimhausen zugeschnitten. Die Inszenierung stammt von den professionellen Künstlern Philipp Jescheck/Regie sowie Carsten Golbeck/Buch und Dramaturgie, das aufwändige Bühnenbild von Andreas Schiebel und Thomas Neumann.
Die 6 Vorstellungen waren jeweils ausverkauft: Freitag, 28. Juni/Premiere, Samstag, 29. Juni, Mittwoch, 3. Juli, Donnerstag, 4. Juli, Freitag, 5. Juli, sowie Samstag, 6. Juli, Beginn 20 Uhr Einlass
zur Gastronomie 18:30 Uhr Einlass Stadl 19 Uhr. Tisch-/Tribünenplätze zu E 25,–VVK seit 30. März unter www.haimhauser-kulturkreis.de, in der KulturKneipe, Hauptstr. 46 b, 85778 Haimhausen, Mi/Sa 19:30-23 Uhr, den Bäckereien Mayerbacher und Polz/Haimhausen sowie dem Dorfladen/Haim-hausen. Altersempfehlung ab 12 Jahren.
© KuK/Christiane Kettinger

























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